Die Firmengeschichte der Familie Werner

Vom feinen Strohhut zur feinen Elektronik.

Unternehmergeist ist am Standort Kreischa seit langem zu Hause. Der Urgroßvater von Geschäftsführer Thomas Werner gründete hier bereits 1868 eine Strohhutfabrik, in der sich nun unser Firmensitz befindet.

Unsere Berliner Niederlassung geht zurück auf die 1948 entstandene Alfred Knitter GmbH, mit deren Hilfe wir 1991 die Werner GmbH gründeten. Seit dem Jahr 2010 gehören Knitter und Werner zusammen.


Thomas und Marc Werner vor der ehem. Stohhutfabrik, dem heutigen Hauptsitz der Werner GmbH

2021

Pünktlich zum 30. Firmenjubiläum geht die neue Website der Werner GmbH online. Gründer und 4. Unternehmergeneration Thomas Werner feiert Corona-konform einen runden Geburtstag und sein älterer Sohn Marc Werner tritt in die Geschäftsleitung ein.


ISO-Zertifikat der Werner GmbH

2015 / 2016

Die Werner GmbH wird erneut ISO 9001 zertifiziert und begeht das 25. Firmenjubiläum am 1.3.2016.


Webshop der Werner GmbH

2012

Neue Zeiten, neue Vertriebsmöglichkeiten. 2012 implementiert die Werner einen ersten, eigenen Webshop und bietet zukünftig ein breites Sortiment an Produkten auch online an.

shop.wernerelectronic.de


Jubiläumstorte

2011

Am 1.3.2011 feiern wir das 20-jährige Firmenjubiläum der Werner GmbH. Das Jahr 2011 wird als ein "Spitzenjahrgang" in Erinnerung bleiben.


Colditzstraße 28, Berlin

2010

Erwerb der Geschäftsanteile der Alfred Knitter Industrievertretungen GmbH Berlin durch Thomas Werner, Verschmelzung der Mutterfirma auf die Tochterfirma. Der Standort Berlin bleibt als Niederlassung Alfred Knitter erhalten und führt die Tradition des Namens Knitter in Berlin fort.


Standort Rudolstadt

2008

Die Niederlassung Bad Blankenburg zieht nach Rudolstadt um. Hier finden wir größere Räumlichkeiten, Schulungs- und Technik-Räume.


Sohn Nils Werner

2007

Mit dem jüngeren Sohn Nils Werner tritt die 5. Generation Werner ins Familienunternehmen ein und verstärkt seither die Bereiche Marketing und E-Commerce.


PPC-Truck

2006

Der PPC-Truck ist auf unseren Hausmessen in Kreischa, Burgstädt und Bad Blankenburg nicht zu übersehen. Mit viel persönlicher Begeisterung hat die Werner GmbH PPC den Markteintritt in Deutschland geebnet.


Satronik Logo

2001 / 2002

Erwerb und Verschmelzung der Satronik Antennen Elektronik GmbH (Burgstädt, Bad Blankenburg, Medingen). Satronik wurde 1990 von leitenden Vertriebsmitarbeitern des VEB Elektronische Geräte Burgstädt (F.G. Häberle seit 1945) gegründet, heute die Kathrein Sachsen GmbH. EGB war vor 1990 gewissermaßen das "Kompetenzzentrum für Westfernsehen" in der DDR.


Hausmesse

1995

Am 1.10.1995 wird die Dresdner Niederlassung der Firma Antrona aus Köln übernommen. Auch Antrona hatte nach der Wiedervereinigung versucht, im "Tal der Ahnungslosen" vom "Hunger nach Westfernsehen" zu profitieren. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Aktion war begrenzt. Deshalb werden die Kunden nach kurzer Zeit vom Standort in Kreischa betreut. Auf einer Hausmesse präsentiert Hans-Georg Nimptsch die Neuheiten von Kathrein.


Kurzwellen-Antenne für das 40m- bis 10m-Band

1994

In den ersten Geschäftsjahren entwickelt sich aus einem bis dahin sehr intensiven Hobby des Geschäftsführers ein neues Geschäftsfeld für die Werner GmbH. Die bisher fehlende Kommunikationsinfrastruktur und der Aufbau des ersten Mobilfunknetzes (CNetz) führt zu guten Geschäften mit Antennen, Geräten und Zubehör für Amateurfunk, Betriebsfunk, Bündelfunk, Behördenfunk und CB-Funk. Auf dem Dach wurden drehbare Richtantennen und mehrere Draht- und Vertikalantenen für Kurzwellen- und UKW-Funk errichtet. An diesen Antennen wurde die Amateurfunk-Clubstation DF0WER betrieben. In dieser Zeit prägten DL8DZL, DL1VKR, DL2VVL, DL3DSW und DL6DQI massgeblich dieses Geschäftsfeld. Durch den rasanten Ausbau der Handy-Netze und später des Internets verlor der Funk zunehmend seine geschäftliche Bedeutung.


neuer Glanz

1994

Die seit 1992 laufende Sanierung der ehemaligen Hutfabrik wird abgeschlossen. Von außen und innen neuer Glanz!


1. Werbung Werner GmbH 1991

1991

Der Antrag auf Reprivatisierung des Betriebsteils Kreischa der insolventen Modista GmbH wird von der Treuhand genehmigt.

Gemeinsam mit der "Zufallsbekanntschaft" Alfred Knitter Industrievertretungen GmbH aus (West)Berlin entsteht am 1.3.1991 die Werner GmbH als Fachgroßhandel. Damit kann auch in das Firmengebäude der Hutfabrik wieder Leben einziehen.

Satelliten-Fernsehen für „das Tal der Ahnungslosen!“ (so der DDR Volksmund über den TV und Radio Empfang im Dresdner Elbtal)


Ingenieurbüro Werner 1990

1990

Das die friedliche Revolution zur Wiedervereinigung Deutschlands führte, erschien vielen wie ein Wunder. Der VEB Dresdner Hutfabriken versucht, als Modista GmbH den Sprung in die Marktwirtschaft zu schaffen - vergeblich! Thomas Werner, der Sohn von Karl Werner, beantragt die Reprivatisierung des Grundstückes bei der Treuhandanstalt in Berlin und gründet zuvor am 1. Mai 1990 das Ingenieurbüro Thomas Werner. Das Foto zeigt das "Geschäftsgebäude" im Jahr 1990, wo 1868 der Ursprung der Strohhutfabrik lag.


Zustand 1980

1980

Im Werk 5 der VEB Dresdner Hutfabriken arbeiten 1980 17 Mitarbeiter und 13 Heimarbeiterinnen. Sie produzieren jährlich 70.000 Sportmützen. 30% davon gehen in den Export. Es ist die einzige der Kreischaer Hutfabriken, die der Branche treu geblieben ist.

Die Bausubstanz verfällt von Jahr zu Jahr, für die Instandhaltung haben die VEB keine finanziellen Mittel. Stattdessen erfolgten für den "kalten Krieg" gigantische Investitionen in Betrieben, die der "Landesverteidigung" dienten.


Verabschiedung Karl Werner

1976

Am 15.7.1976 wird Karl Werner als Betriebsdirektor in den Ruhestand verabschiedet. Für 14 Jahre geht damit der letzte wirkliche Unternehmer „von Bord“. Erich Honnecker sieht den Sieg der Arbeiterklasse mit Wohlgefallen:


Tageszeitung 1972

1972

Verstaatlichung, das Ende des privaten Unternehmertums in der DDR, aus der Werner & Kny KG wird der VEB Hutfabrik Kreischa „In Durchführung der Beschlüsse des VIII. Parteitages der SED zur weiteren Stärkung der sozialistischen Produktionsverhältnisse sowie der darauf beruhenden Beschlüsse des Ministerrates der DDR wird mit Wirkung vom 24. April 1972 der VEB Hutfabrik Kreischa gegründet“

Die privaten Unternehmer erhielten ihr Stammkapital (in Raten) ausgezahlt, Umlaufmittel und stille Reserven, die den größeren Teil des Unternehmenswertes ausmachten, wurden einbehalten. In Summe blieb der Erwerb eines PKW Moskwitsch 412 als Lohn für 3 Generationen Unternehmergeist, der 2 Weltkriege überstanden hatte, übrig. Karl Werner und seine Schwester Maria Werner erklärten sich bereit, weiter im Unternehmen tätig zu sein.


Präsente zum 100. Jubiläum

1968

Das 100-jährige Firmenjubiläum wurde in aller Bescheidenheit begangen. In Erinnerung blieb lediglich ein Wohnzimmerschrank voller Blumenpräsente.


Kinderzimmer 1962
Büro von Dipl. Ing. Thomas Werner seit 1992

1962

Fabrikantenfamilie und Firma “wohnten” Tür an Tür im gleichen Gebäude. Neben dem Büro das Bad, daneben der Zuschnitt und dahinter das Wohnzimmer. Das letzte Zimmer war das Kinderzimmer von Thomas Werner. 30 Jahre später wurde das Kinderzimmer zum eigenen Büro.


Karl Werner

1962

Am 1. Februar 1962 verstirbt Liddy Werner im Alter von 80 Jahren. Ihr Sohn Karl Werner übernimmt die Geschäftsführung.


neuer Dampfkessel 1967

1960

Zur Besicherung eines Kredits für eine neue Heizungsanlage in Höhe von 20.000,- Mark verlangt die Deutsche Investitionsbank Berlin eine staatliche Beteiligung am Unternehmen von 30%. Aus Werner & Kny entstand die Werner & Kny KG. Nach der Wiedervereinigung beansprucht die Bundesrepublik Deutschland diese staatl. Beteiligung für sich, obwohl die Deutsche Investitionsbank 1967 ihren Betrieb einstellte, und fordert Rückzahlung der staatlichen Beteiligung nach Rückgabe des völlig heruntergewirtschaftenen Unternehmens im Jahr 1991.

Brief von Karl Werner an einen Freund in Düsseldorf:


Trinkstrohhalme aus Kreischa

1959

In den zahlreichen Milchbars in den Städten fehlte es an Trinkröhrchen. Mit Stroh war die Hutfabrik vertraut. Der Schwiegervater von Karl Werner baute deshalb aus Holz, ein paar Zugfedern und Rasierklingen einen Schneidetisch, auf dem Strohhalme auf Trinkröhrchen- Länge geschnitten werden konnten. Die geschnittenen Halme wurden über Nacht im Keller geschwefelt, in dem eine Schale mit gelbem Schwefel in einer kleinen Kammer entzündet wurde. Das diente der Desinfektion der Trinkröhrchen. Anschließend mussten die Halme einzeln in Papierröhrchen gesteckt und diese dann beidseitig durch eine „Maschine“ verschlossen (gerädelt) werden, in der ein Nähmaschinenmotor 2 gegenläufige Zahnräder antrieb, die die Enden der Papierröhrchen zusammenpressten.


Strohtasche

1958

Auf dem 5. SED-Parteitag 1958 verhieß Walter Ulbricht den Delegierten das sozialistische Konsumparadies - nebst dem Planziel, die Bundesrepublik zu überholen. Die Partei propagierte dazu das Programm "Tausend kleine Dinge" , denn genau daran mangelte es in DDR-Läden besonders: Büchsenöffner, Nähgarn oder Rasierklingen. Ein Werbespot aus dieser Zeit erklärt das Anliegen. In Kreischa wurden schicke Damenhandtaschen gefertigt.


Arthur Krumpolt und Thomas Werner

1957

Die Hutproduktion kommt wieder langsam in Gang. Die 4. Unternehmergeneration hilft bei der Anlieferung einer Tagesproduktion zur Poststelle.


Bescheinigung der sowjetischen Kommandantur

1945

Der 2. Weltkrieg ist beendet. Auch Kreischa wird von der Sowjetarmee besetzt. Am 28. Juli 1945 wird die Hutfabrik vom Kommandanten in Dippoldiswalde unter Nummer 118 registriert.


75. Jubiläum

1943

Am 6.1.1943 wird das 75. Firmenjubiläum begangen. Auf Grund der Kriegsereignisse und des rückläufigen Umsatzes werden kaum große Feierlichkeiten stattgefunden haben.


Todesanzeige Richard Werner
Liddy Werner

1941

Am 6. Mai 1941 verstirbt Richard Werner.

Nach dem Tod übernimmt seine Frau Liddy Werner (geb. Wachsmuth) am 2. Dez. 1941 die Leitung der Hutfabrik. Sie hat sicherlich die schwerste Zeit der Unternehmensgeschichte in den Jahren des 2. Weltkrieges erleben müssen, denn bereits 1942 drohte die Stillegung der Fabrik. 1945 bis 1954 wurde ein Raum für die Schule genutzt.

Aus einem Brief an die Nationale Front geht hervor, dass sich 1947 die Kreischaer Hutfabriken wegen Materialmangel mit der Aufarbeitung vorhandener Bestände und der Umarbeitung getragener Hüte am Leben hielten. In dieser Zeit gewannen Filzhüte an Bedeutung, da Filzstumpen auf DDR-Gebiet hergestellt wurden (in Guben).


Bauzeichnung 1938

1938

plant Richard Werner einen weiteren Anbau an das Firmengebäude nach Norden. Dieser wird aber auf Grund der drohenden Kriegsereignisse nicht ausgeführt. Das Jahr 1938 dürfte ein gutes Jahr der Strohhutfabrik gewesen sein. Auf einer Meldeliste zu einer Betriebsfahrt am 30. Mai. 1938 sind 44 Mitarbeiter im Haus und weitere 42 Heimarbeiter verzeichnet. Jeder Mitarbeiter zahlte für die Betriebsfahrt 2,70 Reichsmark ein. Aus dieser Zeit liegen Umsatzzahlen vor, demnach war 1940 das umsatzstärkste Jahr. Der Gewinn lag bei etwas über 10%.

1935 205 T
1936 259 T
1937 216 T
1938 250 T
1939 320 T
1940 372 T
1941 307 T
1942 262 T
1944 140 T (Katastrophenjahr)


Familienbild

1935

Familienbild vor dem Gebäude Alte Dorfstraße 104d (heute Alte Straße 4)

von links nach rechts: ?, Karl Werner, ?, Maria Werner, Anna Auguste Scharnhorst, Liddy Werner (geb. Wachsmuth), Richard Werner, Martha Krumpolt (geb. Werner), Franziska Estler (geb. Werner), Frieda Sparmann (geb. Werner), Werner Sparmann, Hermine Krumpolt, Adeltraud Peukert


Nähsaal

1934

Im "Nähsaal" der Fa. Werner & Kny arbeiten ca. 10 Frauen. Heute beherbergt dieser Raum im Erdgeschoß einen Teil des Warenlagers der Werner GmbH.


Mecedes Benz Bj. 1933 (Foto 1969)

1933

Der zweite Firmenwagen ist ein Mercedes Benz Baujahr 1933. Er besaß bereits ein Getriebe mit 4 Gängen, der 4. Gang konnte ohne zu kuppeln eingelegt werden. Er wurde Anfang der 70iger Jahre verkauft und diente noch einige Jahre als "Traktor" in der Landwirtschaft.


erster Firmenwagen

1928

Der erste Firmenwagen wird angeschafft.


Kreischa

1925

Ein idyllischer Blick über Kreischa von Nordwesten. Im Vordergrund die Hutfabrik Werner und Kny mit dem Anbau von 1807 und dem weitläufigen Garten (4000 m²)


Inflation

1923

Nach dem Ende des 1. Weltkriegs durchlebt auch die Strohhutfabrik Wirtschaftskrise und eine gigantische Inflation. Das Geld wurde im Sekundentakt entwertet.


Familienbild

1920

(v. links n. rechts: Richard Werner, Liddy Werner geb. Wachsmuth, Arthur Wachsmuth, Karl Werner, Hermine Wachsmuth geb. Schlebeck, Franz Wachsmuth, Leopold Wachsmuth, Martha Wachsmuth geb. Seidel, Marie Wachsmuth geb. Seidel, Paul Schmidt, Gabriele Schmidt, Hildegard Schmidt)


Richard Ernst Werner

1908

Am 1.7.1908 übernimmt Sohn Richard Werner die Hutfabrik zum Kaufpreis von 55.000 Mark zzgl. 34.000 Mark Hypotheken, die gerichtliche Eintragung erfolgt am 21.9.1908 auf dem Amtsgericht Dippoldiswalde.


nördlicher Anbau 1907

1907

"Bauliche Veränderungen waren im Sommer 1907 in Kreischa vorgenommen worden. Die Räume im Fabrikgebäude waren mit der Zeit unzureichend und meine Schwiegermutter hatte sich entschlossen, einen Fabrikneubau zu errichten. Auf Vorschlag meines Schwagers (Estler) in Döbeln hatte sie aber davon abgesehen und sie beschloss, nur einen Anbau an das alte Fabrikgebäude vorzunehmen. Das wurde auch ausgeführt und im Herbst konnten die neuen Räumlichkeiten bezogen werden.

Unserer lieben Mutter war es jedoch nicht vergönnt, sich ihres Erfolgs lange zu freuen. Im Spätsommer war sie an einer Influenza erkrankt...., konnte sich jedoch nicht wieder ganz davon erholen,... und am 3. März 1908 früh 3/4 7 Uhr war die Gute sanft hinüber geschlummert." (Tagebuch des Max Hugo Scharnhorst)


Emilie Anna Werner

1903

Am 10.1.1903 verstirbt Carl August Werner. Obwohl seine Frau Emilie Anna 12 Kinder gebahr (6 Kinder verstarben als Kleinkind), hatte Sie noch die Kraft, die Leitung der Firma am 27.2.1903 zu übernehmen.


Familienbild

1895

Familienbild Richard Ernst Werner (*1876), Anna Auguste Werner (*1868), Sidonie Franziska Werner (*1871), Emilie Anna Werner (geb. Lehmann 1845), Carl August Werner (*1846), Frieda Alma Werner (*1879), Martha Minna Werner (*1882)


Firmengebäude

1894-1895

erfolgt ein erster Anbau an der Westseite des jetzigen Firmengebäudes.


Strohhutnähmaschine

um 1900

Eine Strohhutmaschine aus dieser Zeit. Der Antrieb erfolgte über ein Riemengetriebe anfangs von einer Tretkurbel, später durch einen Elektromotor.


25 Jahre Urkunde

1893

feierte man das 25-jährige Firmenjubiläum. Zu dieser Zeit gab es 6 Strohhutfabriken in Kreischa (Gaudich, Werner, Schneider, Schulze, Sonntag, Schiffel)

Insgesamt beschäftigten die Kreischaer Hutfabriken in der Zeit der kapitalistischen Hochkonjunktur weit über 2000 Arbeitskräfte aus dem Ort selbst und aus der weiteren Umgebung in Saisonarbeit (Oktober bis Pfingsten), nach der Einführung der Filzhutproduktion sogar ganzjährig. 80% der Arbeitskräfte waren Frauen.

Die Arbeitszeit betrug anfangs 10 bis 12 Stunden, ohne jegliche soziale Leistung. Durch zusätzliche Heimarbeit, vor allem an den Wochenenden, besserten die Näherinnen ihren Verdienst auf.


Recognitionsschein

1882

Am 26.5.1882 verkauft Johann Kny seinen halben Geschäftsanteil an Carl August Werner für 5500 Mark.


Auszug aus dem Handelsregister

1878

Von 1875 bis 1882 beteiligte sich Johann Kny als Gesellschafter.

Am 1.8.1878 erfolgte die Eintragung im Handelsregister als Werner & Kny.


Alte Dorfstraße 102

1876

Durch die Konjunktur ergab sich die Möglichkeit, Näherinnen in Heimarbeit zu beschäftigen und 1876 den Grundstein für das heutige Fabrikgebäude Alte Straße 2  zu legen.

1894 und 1907 wurde dieses Fabrikgebäude erweitert.


Carl August Werner

1868

Am 6.1.1868 erfolgte im Haus Nr. 1 hinter der Kreischaer Kirche, einem historischen Fachwerkbau auf der Hermsdorfer Straße, durch Carl August WERNER in Kooperation mit Herrn LIEBSCHER die Gründung der Strohhutfabrik WERNER. Herr Liebscher besaß die erste Hutpresse und wurde 1870 Kassierer der Sparkasse in Kreischa.

Das aufgekaufte Strohgeflecht wurde von Carl August Werner und seiner Frau mit dem Bügeleisen geglättet und mit der Hand, später mit einfachen Maschinen zu Strohhüten vernäht und an Verleger weiterverkauft.